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Sonntagspredigt 8. September 2013

조회 수 670 추천 수 0 2013.09.08 19:30:15

Der Ruheplatz der Seele

Jesaja 32:1-4

 

1 Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen; 2 und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Unwetter, wie Wasserbäche in einer dürren Gegend, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem erschöpften Land. 3 Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr zugeklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen; 4 und das Herz der Unbesonnenen wird Einsicht gewinnen, und die Zunge der Stammelnden wird geläufig und verständlich reden.

 

 

Man sagt, dass die Menschen von einem Urlaub noch erschöpfter zurückkehren. Mein Nachbar ist von einem Familienurlaub in den Sommerferien mit einem Gips am rechten Bein zurückgekommen. Als er am Urlaubsort im Supermarkt Brot und eine Flasche Wein kaufte, trat er versehentlich in ein tiefes Schlagloch und fing seinen Sturz mit dem Knie ab, damit die Weinflasche nicht zerbrach, brach dabei aber seine Kniescheibe und leidet jetzt schon über einen Monat lang. Er ist in den Urlaub gefahren, um Ruhe zu finden, hat aber nur noch mehr unerwartete Anstrengung gehabt.

 

Dies ist eine Welt, in der es viele psychisch und körperlich anstrengende und ermüdende Ereignisse gibt. Es treten sowohl in der (Hoch)schule, im Büro, am Arbeitsplatz, als auch in der Familie viele Probleme auf. Es treten sowohl zwischenmenschliche Probleme, als auch wegen der Probleme im Dialog ermüdende Ereignisse ein. Die Furcht und Angst, Vorkommnisse des morgigen Tages nicht zu kennen, ist ermüdend. Finanzielle Schwierigkeiten sind ermüdend und auch die Begrenztheit der Fähigkeiten der Menschen belasten sie. Fehler belasten, sich zu behaupten belastet, Konkurrenz belastet. Das eigene unvollständige Wesen belastet.

 

Dem Menschen wohnt eine tiefsitzende, ernste Müdigkeit inne, die durch seine Sünde verursacht wird. Die Bedrohungen und Versuchungen von ausserhalb treffen sich mit den eigenen Sünden, sodass man selbst unruhig wird und sich fürchtet. In solchen Situationen gibt es Menschen, die sich ihre Fingernägel blutig kauen oder welche, die bis zum Umfallen ohne Pause einfach arbeiten.

 

Können meine Sünden aus der Vergangenheit vergeben werden? Was passiert wenn ich wieder sündige?

Christen müssten als heilige Menschen Gottes auch dementsprechend leben, doch da dies nicht der Fall ist, verfallen die Christen in Unbehagen. Als Christ achtet man darauf, wie das Umfeld über einen denkt, sodass man auch zum Teil Gewissensbisse bekommen kann. Der Prophet Jesaja hat vorausgesagt, dass ein König für diese erschöpften Menschen kommen wird.

 

Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen; und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Unwetter, wie Wasserbäche in einer dürren Gegend, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem erschöpften Land. (Jesaja 32:1-2)

 

Jesus der Messias, er ist König der Könige und wird als ewiger Herrscher kommen. Er ist wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Unwetter, wie Wasserbäche in einer dürren Gegend, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem erschöpften Land.

Auch wenn es keine unkontrollierbaren Katastrophen wie ein Tsunami sind, sind jedes Jahr große und kleine Dürren und Stürme unvermeidbar und überall auf der Welt sterben heute noch viele Menschen an Hungersnöten.

 

Außerdem gibt es viele Menschen, die leiden, nicht wegen ihres körperlichen Lebens, sondern weil ihre Seele dürstet, die deswegen ein anstrengendes Leben führen und dann in die ewige Hölle fallen. Für diese Menschen ist der Messias gekommen. Jesus, der auf diese Welt kam, sagte: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. (Matthäus 11:28) Er ist wie der Schatten eines großen Felsens in dieser erschöpften Welt. Wenn man es sich nur vorstellt, ist es ein Anblick, der die Hitze vertreibt.

 

Der Liedtext einer Hymne („Beneath the cross of Jesus“) lautet folgendermaßen: “Beneath the cross of Jesus/ I fain would take my stand/ the shadow of a mighty Rock/ Within a weary land; / A home within the wilderness, / A rest upon the way, / from the burning of the noontide heat, / and burden of the day. / Upon that cross of Jesus/ Mine eye at times can see/ The very dying form of One/ Who suffered there for me; / And from my smitten heart with tears/ Two wonders I confess/ The wonders of redeeming love/ And my unworthiness. / I take, O cross thy shadow/ for my abiding place; / I ask no other sunshine than/ the sunshine of His face; / Content to let the world go by, / To know no gain nor loss, /My sinful self my only shame, / My glory all the cross.”

Eine Schottin namens Elizabeth Cecilia Douglas Clephane schrieb 1868 dieses Lied, ein Jahr vor ihrem Tod. Sie war damals 39 Jahre alt. Sie kam im jungen Alter ins Himmelreich, nachdem sie in ihrem Leben unzähligen Armen und Kranken geholfen hatte, was ihr den Spitznamen „Sonnenschein“ eingebracht hatte.

Vier Jahre nach ihrem Tod, im Jahre 1872, erschien ein Artikel über sie im Wochenblatt der Presbyterianischen Kirche Schottlands und machte sie weltweit bekannt. In dieser Hymne wird die Gnade Gottes, der seinen Sohn für uns das Kreuz auf sich nehmen ließ, als „Schatten des Kreuzes“ bezeichnet.

Unzählige Menschen haben sich als Sünder zu Jesus Christus bekannt und im Schatten des Kreuzes geistige Ruhe und Frieden erhalten. Die Rast im Schatten des Kreuzes kann uns von jeglicher Erschöpfung in dieser Welt reinigen.

 

 

Wer vor das Kreuz tritt, wird 4 Arten von Segen erfahren

In Jesaja 32:3-4 steht geschrieben: Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr zugeklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen; und das Herz der Unbesonnenen wird Einsicht gewinnen, und die Zunge der Stammelnden wird geläufig und verständlich reden.

 

 

1. Die Augen werden geöffnet: „die Augen der Sehenden werden nicht mehr zugeklebt sein.“

Wenn unser leiblicher Körper eine Sehstörung hat, dann ist das sehr unangenehm. Man braucht bei jeder Kleinigkeit seine Brille, und wenn man sie mal nicht trägt, dann sucht man sie ständig wie verrückt. Da man nicht weit sehen kann, entsteht auch schon mal das Missverständnis, dass man unhöflich sei, weil man andere Menschen nicht grüße. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn das geistige Auge blind ist. Man geht zwar in die Kirche, aber man sieht das Himmelreich nicht. Man liest in der Bibel, doch man erkennt nicht die Welt des Glaubens. Tritt man jedoch vor das Kreuz, dann werden die Augen der Sehenden nicht mehr zugeklebt sein. Man wird das Land Gottes sehen, man wird die geistige Welt sehen und man wird Gott in der heiligen Schrift erkennen können.

 

 

2. Die Ohren werden geöffnet: und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen“

Mit zunehmendem Alter nimmt das Hörvermögen ab. Wenn das körperliche Hörvermögen sich verschlechtert, kann es auch angenehmer sein. Bei nutzlosen Geräuschen ist es besser diese nicht hören zu müssen. Doch leider leben wir in einer Welt, in der das geistige Ohr vieler Menschen verschlossen ist, so dass sie den Klang Gottes nicht hören. Es gibt Leute, die in die Kirche kommen, um den Familienfrieden zu wahren. Wie anstrengend muss das sein! Man versteht ja nichts von dem Gesagten. Und wenn der Pfarrer dann noch sehr leise spricht, wird man noch müder. Ich wünsche mir, dass ihr vor das Kreuz kommt und das Evangelium hört und euch daran erfreut.

 

 

3. Wir werden die Wahrheit lernen

Das Herz der Unbesonnenen wird Einsicht gewinnen (Vers 4). Es gibt viele unbesonnene Menschen auf dieser Welt. Wenn sie die Antwort oder das Ende nicht kennen, werden sie unbesonnen. Wer aber den Anfang und das Ende kennt, ist gelassen. Denn er weiß, woher das Leben kommt und wohin es geht. Die Bibel erklärt genau, was die Wahrheit des Gottesreiches ist, aber man muss einen geistigen Verstand besitzen, um sie zu begreifen. Wir können vor das Kreuz treten und den Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, darum bitten.

 

 

4. Unser Mund wird geöffnet

Die Zunge der Stammelnden wird geläufig und verständlich reden (Vers 4). Dies bedeutet nicht, dass wir zu großen Rhetorikern werden. Die größte Schwachstelle eines Christen ist es, bloß ein geschickter Redner zu sein. Es geht nicht darum, nur mit Worten zu lieben, zu dienen und tatkräftig zu sein. Wir müssen zu Christen werden, die durch ihr Leben reden. Auf diese Weise bekommen wir den Mut, mit unseren Taten und Worten das Evangelium zu verkünden. Mir fällt die Geschichte von einem Barbier ein, der kein guter Redner war. Weil der Pfarrer seiner Gemeinde aufgetragen hatte, das Wort zu verkünden, missionierte er all seine Kunden. Er grübelte darüber nach, was er sagen sollte, als er einmal einen Kunden bediente. Der Haarschnitt war fertig und nun ging es an die Rasur. Der Barbier schmierte die Seife auf das Gesicht seines Kunden, und als er gerade dabei war, die Klinge zu schleifen, fragte er: „Sind Sie bereit zu sterben?“ Der Kunde war so erschrocken, dass er mit der Seife im Gesicht davonrannte. Auf jeden Fall muss man den Mund aufmachen, um das Evangelium zu verkünden.

 

Myung-Hee Song, die fast komplett querschnittsgelähmt war, wurde von vielen Menschen für ihr vermeintlich unglückliches Leben bemitleidet. Doch sie lobte und pries noch mehr als viele gesunde Menschen: "Ich bin nicht so gesund, wie viele andere Menschen, und ich weiß auch nicht so viel wie andere Menschen, doch ich habe viele Dinge gesehen, die andere nicht gesehen haben. Ich habe viele Stimmen gehört, die andere nicht gehört haben, und ich bin auf viele Dinge gestoßen, die andere nicht kannten, und ich bin glücklich."

Aus diesem Grund konnte sie sich im Schatten des Kreuzes ausruhen und erholen, damit sie all die weltlichen Unannehmlichkeiten und Qualen ertragen und sogar besiegen konnte. Nur so konnte sie davon von ganzem Herzen singen, dass Gott ein gerechter Gott ist.

 

Wir sind eine Glaubensgemeinschaft, die sich unter dem Kreuz versammelt hat. Eine Glaubensgemeinschaft ist eine Gemeinschaft, die sich im Schatten des Kreuzes versammelt und die Ruhe und Erholung genießt. Eine Glaubensgemeinschaft ist ein Ort, an dem man diese Eigenschaft erlernt und übt. Sie ist zwar noch nicht ausgereift, doch durch die gegenseitige Liebe und das gegenseitige Dienen werden Brüder und Schwestern, die von weltlichen Dingen erschöpft sind, Trost und Ruhe finden. Sie werden wieder aufgerichtet, und sie schöpfen aus der Gemeinschaft neue Kraft. Diese erlernten und geübten Dinge werden dann auch angewendet. Wenn man Dinge ausübt, so wird man auch des öfteren scheitern und Wunden können entstehen. Doch wenn man erkennt, dass man nicht vollkommen gereift ist, so entsteht Hoffnung auf das vollkommene Reich Gottes, weil sowohl für Euch als auch für mich der Schatten des Kreuzes vorhanden ist. Die Glaubensgemeinschaft ist demnach eine Gemeinschaft, die den Ruheplatz der Seele unter dem Kreuz anderen Menschen vorstellt.

 

Ich segne Euch im Namen des Herrn, dass Ihr gesegnete Christen werdet, die daran denken, dass Jesus den Schatten des Kreuzes durch Qualen und den Tod als Ruheplatz der Seele vorbereitet hat, so dass Ihr unter dem Schatten des Kreuzes Ruhe findet und neue Kraft schöpfen könnt, und diesen dann den Menschen in dieser Welt vorstellt.

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